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Kinderzahnpasta im Test: Worauf es wirklich ankommt

Viele Eltern stehen vor dem Drogerieregal und fragen sich: Welche Zahnpasta ist die richtige für mein Kind? Eine aktuelle Untersuchung der Stiftung Warentest bringt jetzt Licht ins Dunkel – und liefert einige überraschende Ergebnisse. Insgesamt wurden 18 Kinderzahnpasten genau unter die Lupe genommen. Das Ergebnis: Nicht jede Zahnpasta schützt die Zähne Ihres Kindes so gut, wie Sie vielleicht erwarten würden.

Gute Pflege muss nicht teuer sein

Die erfreuliche Nachricht zuerst: Die Mehrheit der getesteten Kinderzahnpasten schützt zuverlässig vor Karies. Besonders interessant dabei, gerade die günstigeren Produkte schnitten am besten ab. Der entscheidende Inhaltsstoff ist Fluorid. Es stärkt den Zahnschmelz und hilft effektiv dabei, Karies vorzubeugen – und das bereits bei den ersten Milchzähnen. Für Kinder bis sechs Jahre wird eine Menge von etwa 1000 ppm Fluorid empfohlen. Viele der gut bewerteten Zahnpasten halten genau diesen Wert ein.

Das zeigt: Für gesunde Kinderzähne müssen Sie nicht tief in die Tasche greifen. Viel wichtiger als der Preis ist ein ausreichender Fluoridgehalt.

Achtung bei Kinderzahnpasta ohne Fluorid

Weniger erfreulich ist ein anderes Ergebnis des Tests: Einige Kinderzahnpasten fielen komplett durch. Der Grund ist einfach, sie enthalten zu wenig oder gar kein Fluorid.

Ohne diesen wichtigen Wirkstoff fehlt der entscheidende Schutz vor Karies. Besonders kritisch: Unter den schlecht bewerteten Produkten waren auch teurere Zahnpasten. Ein hoher Preis ist also kein Garant für gute Qualität.

Für Sie bedeutet das: Achten Sie beim Kauf unbedingt auf den Fluoridgehalt, er ist der wichtigste Faktor für die Zahngesundheit Ihres Kindes.

So putzen Kinder richtig, die wichtigsten Tipps

Neben der richtigen Zahnpasta kommt es auch auf die richtige Anwendung an:

Die richtige Menge:

  • bis 2 Jahre: etwa reiskorngroß
  • von 2 bis 6 Jahren: erbsengroß

Selbst putzen lernen: Ab etwa zwei Jahren dürfen Kinder üben. Trotzdem sollten Sie bis ins Grundschulalter (ca. 6 – 10 Jahre) immer nachputzen.

Dabei hilft die KAI-Regel:

  • Kauflächen
  • Außenflächen
  • Innenflächen

Nach dem Putzen: Zahnpasta ausspucken – und wenn überhaupt, nur leicht mit Wasser nachspülen. Zu viel Spülen schwächt die Wirkung des Fluorids.

Fazit: Eine gute Kinderzahnpasta erkennen Sie nicht am Preis oder an bunten Verpackungen, sondern am Fluoridgehalt. In Kombination mit der richtigen Putztechnik sorgen Sie so dafür, dass die Zähne Ihres Kindes von Anfang an gesund bleiben. Bei Fragen sind wir gerne in unserer Zahnarztpraxis für Sie und Ihr Kind da.

Die Ergebnisse von Stiftung Warentest können Sie hier nachlesen: https://www.test.de/kinderzahnpasta-im-test-4947022-0/

Fotonachweis: Adobe Stock | #245936224

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